Voices of Joy
Seon
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Stimmen der Freude

Seon Gospel-Chor «Voices of Joy» in der reformierten Kirche

Die Begeisterung, mit der die Sängerinnen und Sänger des Gospel-Chors «Voices of Joy» singen, überträgt sich auf das Publikum. Es sind eben wirkliche «Stimmen der Freude».
Der Gospel-Chor «Voices of Joy» wurde erst vor einem Jahr gegründet. Umso gespannter wurde sein Auftritt in der Seoner Kirche erwartet. Am Schluss des Konzertes dürfte es wohl kaum einen Besucher gegeben haben, der sich nicht von der Begeisterung hatte anstecken lassen, der nicht selbst mitgesummt oder mitgesungen hatte. Sie nennen sich Stimmen der Freude, und Freude ist es, welche die Mitglieder des Chores mit ihrem Gesang vermitteln. Die Botschaft, die sie haben, kommt an.

Erstaunlich, was die beiden musikalischen Leiter Doris Stahel und Roberto Caranci in dieser kurzen Zeit mit ihren Sängerinnen und Sängern erreichten. Dies geht aber nur, wenn alle mit Begeisterung bei der Sache, alle von der gleichen Idee besessen sind. Dabei wurde trotz der manchmal fast überbordenden Freude mit bemerkenswerter Disziplin und verblüffender Sicherheit gesungen, wobei die Ausgewogenheit der einzelnen Register bestach. «Voices of Joy» brauchen kein Notenblatt, hier kommt alles von innen.

Doris Stahel und Roberto Caranci sind Chorleiter, die zum einen das Heft fest in der Hand haben, zum anderen aber auch als Solisten voll zu überzeugen wissen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Ihre Soli sind stets genau auf den Chor abgestimmt, fliessen harmonierend in dessen Vorträge ein. Dabei verstehen sie es ausgezeichnet, auch das Publikum einzubeziehen, ohne es zu drängen. Man singt als Zuhörer wie selbstverständlich mit, klatscht im Rhythmus, ist einfach dabei. Sehr gut eingebaut in das musikalische Geschehen operierte je nach Forderung dezent untermalend, dann auch wieder etwas forscher die Begleitband Triphon; eine ideale Ergänzung zum Chor.

Natürlich waren all die berühmten und bekannten Gospels zu hören wie «Amen», «Battle of Jericho» oder «O happy day», um nur einige zu nennen. Daneben aber kamen auch verwandte Melodien zum Zuge wie «Amacing grace» oder «Royal telephone». Es ging Schlag auf Schlag, wechselten Solis und reine Chorvorträge in bunter Folge.
«Amen» hatte es zu Beginn dieses Konzertes getönt und mit «Amen» klang ein musikalisches Erlebnis aus, an welches man sich mit Freude erinnern wird. (Wi)

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